Die Linke fordert Urlaubsgutscheine für "Alle Menschen mit
niedrigen Einkommen, also Sozialleistungs- und Wohngeld-Berechtigte
...". Sie sollten Gutscheine im Wert von 500 Euro erhalten, die
für Urlaubsreisen eingelöst werden können. Dies erklärte die
derzeitige Linken-Chefin, Katja Kipping, in einem Interview mit der
"Welt am Sonntag". Kipping: "Es muss ein Recht auf
Urlaub geben." Als Begründung führte sie an, dass besonders
Kinder schwer unter der Armut der Eltern und der damit verbundenen
fehlenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leiden. So fahren
Kinder beispielsweise immer seltener in Ferienlager, da ihre Eltern
die Fahrt- und Unterhaltskosten dafür häufig nicht aufbringen
können. Auch Angebote der Ferienfreizeit nehmen immer weniger Kinder
in Anspruch. Über eine mögliche Zahlung von Urlaubsgeld an
Sozialhilfe- und Hartz-IV-Empfänger wird derzeit in allen Parteien
diskutiert.
Montag, 11. August 2014
Dienstag, 13. Mai 2014
Studium ohne Abitur
Immer öfter studieren in Deutschland Menschen ohne Abitur, im
zweiten Bildungsweg. 2012 betraf das 12.400 Studenten, wie das
Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) mitteilte. Das ist ein neuer
Rekord. Vier Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 6300. Studieren ohne
Abitur ist zwar in allen Bundesländern möglich, doch die
Voraussetzungen und
Rahmenbedingungen sind regional verschieden. Verlangt werden überall mehrjährige Berufserfahrungen und in einigen Bundesländern müssen eine Prüfung ablegen, oder ein Vorbereitungsjahr absolvieren. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur gibt es in Nordrhein-Westfalen und Hamburg, mit 4,5 Prozent und Berlin mit 3,8 Prozent. Am beliebtesten sind bei ihnen Studien in Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, gefolgt von einem der sogenannten MINT-Fächer; Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik. CHE-Chef Frank Ziegele begrüßte die Entwicklung als "wichtig für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung".
Rahmenbedingungen sind regional verschieden. Verlangt werden überall mehrjährige Berufserfahrungen und in einigen Bundesländern müssen eine Prüfung ablegen, oder ein Vorbereitungsjahr absolvieren. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur gibt es in Nordrhein-Westfalen und Hamburg, mit 4,5 Prozent und Berlin mit 3,8 Prozent. Am beliebtesten sind bei ihnen Studien in Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, gefolgt von einem der sogenannten MINT-Fächer; Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik. CHE-Chef Frank Ziegele begrüßte die Entwicklung als "wichtig für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung".
Donnerstag, 1. Mai 2014
Caritas gegen Sterbehilfe
Der Präsident des katholischen Wohlfahrtverbandes Caritas, Peter
Neher, hat sich in einem Interview gegenüber der "Neuen
Osnabrücker Zeitung", gegen eine Änderung der aktuellen
Sterbehilfe-Gesetze ausgesprochen.
"Wir haben gute Gesetze. Diesen hohen Anspruch sollten wir nicht aufgeben", erklärte der Caritas-Präsident. Durch eine Lockerung könnten sich Tod- und Schwerstkranke gezwungen sehen, so Neher, ihr Leben vorzeitig zu beenden, um ihren Angehörigen nicht zur Last zu fallen. Dies sei eine "ungeheuerliche Vorstellung", mahnte Neher. Damit hat er natürlich recht. Seltsam ist allerdings schon, dass eine solche Reaktion von leidenden Patienten das erste ist, was ihm in diesem Zusammenhang einfällt. Die Wünsche der oft schwer leidenden Patienten, nach einem Ende ihrer Qualen, wiegen für ihn offensichtlich weniger schwer, als möglicher Missbrauch und Fehlentscheidungen.
Bisher ist in Deutschland Sterbehilfe verboten, doch wird seit Jahren über eine Änderung des Gesetzes debattiert. Anlass für das Interview des Caritas-Präsidenten war die Bekanntgabe des Bundesgesundheitsministeriums, einen neuen Gesetzentwurf zu erarbeiten, der lediglich die organisierte Hilfe zur Selbsttötung verbietet. Mehrere Vertreter der Regierungskoalition hatten sich daraufhin für eine Aufhebung des Fraktionszwanges, bei diesem Thema, ausgesprochen.
"Wir haben gute Gesetze. Diesen hohen Anspruch sollten wir nicht aufgeben", erklärte der Caritas-Präsident. Durch eine Lockerung könnten sich Tod- und Schwerstkranke gezwungen sehen, so Neher, ihr Leben vorzeitig zu beenden, um ihren Angehörigen nicht zur Last zu fallen. Dies sei eine "ungeheuerliche Vorstellung", mahnte Neher. Damit hat er natürlich recht. Seltsam ist allerdings schon, dass eine solche Reaktion von leidenden Patienten das erste ist, was ihm in diesem Zusammenhang einfällt. Die Wünsche der oft schwer leidenden Patienten, nach einem Ende ihrer Qualen, wiegen für ihn offensichtlich weniger schwer, als möglicher Missbrauch und Fehlentscheidungen.
Bisher ist in Deutschland Sterbehilfe verboten, doch wird seit Jahren über eine Änderung des Gesetzes debattiert. Anlass für das Interview des Caritas-Präsidenten war die Bekanntgabe des Bundesgesundheitsministeriums, einen neuen Gesetzentwurf zu erarbeiten, der lediglich die organisierte Hilfe zur Selbsttötung verbietet. Mehrere Vertreter der Regierungskoalition hatten sich daraufhin für eine Aufhebung des Fraktionszwanges, bei diesem Thema, ausgesprochen.
Samstag, 19. April 2014
Bundesarbeitsgericht entscheidet für Kündigungsschutz
Gute Nachrichten für Schichtarbeiter: Das Bundesarbeitsgericht
(BAG) hat in einem Grundsatzurteil jetzt die Rechte aller gestärkt,
die auch Nachtarbeit leisten müssen. Demnach können Mitarbeiter
nicht gekündigt werden, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht
mehr dazu in der Lage sind, Nachts zu arbeiten. Im vorliegenden Fall
war einer Krankenschwester nach 30 Berufsjahren gekündigt worden,
weil sie aus gesundheitlichen Gründen keine
Nachtschichten mehr übernehmen konnte. Darüber hinaus war sie allerdings arbeitsfähig und in der Lage, alle anfallenden Arbeiten zu erledigen. Trotzdem entließ die Klinik sie als 'arbeitsunfähig'. Sie klagte sich daraufhin durch alle Instanzen, bis sie vom BAG Recht erhielt. Das Gericht argumentierte, dass die Klinik verpflichtet ist, Gesundheitsbeschwerden zu berücksichtigen und ihre Arbeitszeit entsprechend einzuteilen. Die Klägerin muss wieder eingestellt werden und zudem die in den vergangenen Monaten verlorenen Gehälter rückwirkend ausgezahlt bekommen.
Nicht entscheidend für das Urteil, aber doch bemerkenswert, ist die Tatsache, dass die betroffene Klinik eine Mitarbeiterin entließ, die sich 30 Jahre lang abgeschuftet und ihre Gesundheit durch die schwere Arbeit und die nachweislich schädlichen Nachtschichten ruiniert hat. Ein Armutszeugnis für die Klinikbetreiber.
Nachtschichten mehr übernehmen konnte. Darüber hinaus war sie allerdings arbeitsfähig und in der Lage, alle anfallenden Arbeiten zu erledigen. Trotzdem entließ die Klinik sie als 'arbeitsunfähig'. Sie klagte sich daraufhin durch alle Instanzen, bis sie vom BAG Recht erhielt. Das Gericht argumentierte, dass die Klinik verpflichtet ist, Gesundheitsbeschwerden zu berücksichtigen und ihre Arbeitszeit entsprechend einzuteilen. Die Klägerin muss wieder eingestellt werden und zudem die in den vergangenen Monaten verlorenen Gehälter rückwirkend ausgezahlt bekommen.
Nicht entscheidend für das Urteil, aber doch bemerkenswert, ist die Tatsache, dass die betroffene Klinik eine Mitarbeiterin entließ, die sich 30 Jahre lang abgeschuftet und ihre Gesundheit durch die schwere Arbeit und die nachweislich schädlichen Nachtschichten ruiniert hat. Ein Armutszeugnis für die Klinikbetreiber.
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Sonntag, 9. Februar 2014
Fachkräftemangel
Auch die aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft
Köln (IW) zeigt den wachsenden Fachkräftemangel in der deutschen
Wirtschaft. So gibt es in 106 von 580 untersuchten Berufen regelmäßig
weniger Arbeitslose, als freie Stellen. Deshalb fällt es den
Unternehmen der betroffenen Branchen immer schwerer, ihre
Arbeitsplätze mit ausreichend qualifizierten Arbeitskräften zu
besetzen. Vorrangig im Gesundheitsbereich, in der Informatik und in
fast allen technischen Berufen, mangelt es an gut ausgebildeten
Facharbeitern. Bei der Kranken- und Altenpflege kommen beispielsweise
auf 100 Gesuche nur 29 arbeitslose Pfleger. Ähnlich schlecht sieht
es bei Elektrikern und Mechanikern aus. Der Fachkräftemangel ist die
direkte Folge der fehlenden Berufsausbildung, durch die betroffenen
Wirtschaftsunternehmen, die es trotz frühzeitiger Warnungen
vorzugen, die Kosten für die Ausbildung zu sparen. Jetzt fordern sie
von der Regierung, bessere Rahmenbedingungen für die Anwerbung
ausländischer Fachkräfte zu schaffen.
Samstag, 11. Januar 2014
Handelskammer fordert mehr Ganztagsschulen
Die Industrie- und Handelskammer (DIHK) haben an die Regierung
appelliert, mehr Ganztagsschulen einzurichten, damit mehr Eltern
arbeiten können. Damit hofft die DIHK, dem wachsenden
Fachkräftemangel zu begegnen. "Allein damit könnten bis zu
850.000 Frauen zusätzlich zu einem Vollzeitjob kommen", erklärt
der DIHK-Präsident, Eric Schweitzer, in einem Interview gegenüber
der "Rheinischen Post". Aktuellen Statistiken zufolge,
wollen vor allem Frauen mit Kinder gern arbeiten,
um das Haushaltsbudget aufzustocken. Auch viele halbtags arbeitende Mütter, würden lieber ganztags arbeiten und würden dies auch tun, wenn sie ihre Kinder gut betreut wüssten. "Mit den Kita-Angeboten sieht es inzwischen ganz gut aus, aber wenn die Kinder in die Schule kommen, war es das oft", kritisiert Schweitzer. Das flächendeckende Kita-Angebot kann deshalb nur der Anfang sein. Erst mit deutlich mehr Ganztagsschulen hätten Eltern auch ein wenig Planungssicherheit für ihre Karriere.
um das Haushaltsbudget aufzustocken. Auch viele halbtags arbeitende Mütter, würden lieber ganztags arbeiten und würden dies auch tun, wenn sie ihre Kinder gut betreut wüssten. "Mit den Kita-Angeboten sieht es inzwischen ganz gut aus, aber wenn die Kinder in die Schule kommen, war es das oft", kritisiert Schweitzer. Das flächendeckende Kita-Angebot kann deshalb nur der Anfang sein. Erst mit deutlich mehr Ganztagsschulen hätten Eltern auch ein wenig Planungssicherheit für ihre Karriere.
Sonntag, 8. September 2013
Kabinet erhöht Hartz-IV-Regelsatz
Das Kabinett hat
einen höheren Hartz-IV-Regelsatz beschlossen. Ab Januar des
kommenden Jahres, sollen Hartz-IV-Empfänger rund neun Euro im Monat
mehr bekommen. Damit erhöht sich der Regelsatz auf 391 Euro. Die
letzte Erhöhung hatte es Anfang 2013 gegeben. Damals war der
Regelsatz, für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger, von 374 auf 382
Euro gestiegen. Eine echte Aufstockung stellen diese Erhöhungen
allerdings nicht dar. Es ist eher ein Ausgleich der stark gestiegenen
Lebenserhaltungskosten, in den vergangenen Jahren.
Samstag, 17. August 2013
Diskriminierung an Schulen
Nach Angaben der
Antidiskriminierungsstelle des Bundes, gehören Diskriminierung noch
immer zum Alltag an Schulen und Universitäten. Das ist das Ergebnis
einer umfassenden Befragung in Deutschland. Demnach werden 25 Prozent
aller Schüler und Studenten mit Migrationshintergrund diskriminiert.
Auch Jugendliche mit Behinderung werden überproportional oft gemobbt
oder ausgegrenzt.
Diskriminierung gibt es allerdings nicht nur zwischen den Schülern und Studenten, sondern auch zwischen Lehrern und Schülern. Diskriminierung wirkt sich schnell auf die Motivation und Leistungsfähigkeit aus. Deshalb fordert Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, die Einrichtung von unabhängigen Stellen, an die sich Betroffene wenden können, da Deutschland es sich "nicht leisten kann", ganze Schülergruppen von einer chancengleichen Teilhabe am Bildungserfolg auszuschließen.
Diskriminierung gibt es allerdings nicht nur zwischen den Schülern und Studenten, sondern auch zwischen Lehrern und Schülern. Diskriminierung wirkt sich schnell auf die Motivation und Leistungsfähigkeit aus. Deshalb fordert Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, die Einrichtung von unabhängigen Stellen, an die sich Betroffene wenden können, da Deutschland es sich "nicht leisten kann", ganze Schülergruppen von einer chancengleichen Teilhabe am Bildungserfolg auszuschließen.
Montag, 12. August 2013
Jeder Vierte kein Geld für Urlaub
Wie eine Umfrage des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden ergab,
kann es sich ein Viertel aller Deutschen nicht leisten, in den Urlaub zu fahren. Selbst eine Woche pro Jahr zu verreisen, ist für jede
vierte deutsche Familie finanziell nicht machbar. Vorrangig
Alleinerziehende,
zumeist Frauen, haben zu wenig Geld für Ferien. Mit 47 Prozent ist fast jeder zweite Alleinerziehende zu arm, um in den Urlaub zu fahren. Bei Paaren mit Kindern ist mit 21 Prozent rund jede fünfte Familie betroffen. Aufgrund der wachsenden Zahl an Geringverdienern, ist auch nicht zu erwarten, dass sich daran zeitnah etwas ändert.
zumeist Frauen, haben zu wenig Geld für Ferien. Mit 47 Prozent ist fast jeder zweite Alleinerziehende zu arm, um in den Urlaub zu fahren. Bei Paaren mit Kindern ist mit 21 Prozent rund jede fünfte Familie betroffen. Aufgrund der wachsenden Zahl an Geringverdienern, ist auch nicht zu erwarten, dass sich daran zeitnah etwas ändert.
Sonntag, 21. Juli 2013
Bundeskanzlerin Merkel will Ganztagsschulen fördern
Bundeskanzlerin Merkel
will die Ganztagsangebote für Schulkinder erhöhen. "Es muss
schon unser Anspruch sein, dass überall dort, wo Familien Betreuung
haben möchten über den Schulrahmen hinaus, solche
Betreuungsangebote angeboten werden", erklärte sie in Berlin.
Damit agiert sie, ganz parteigetreu, im Interesse der Wirtschaft, die
schon länger für einen Rechtsanspruch auf
Ganztagsbetreuung drängen, um Problem mit Arbeitnehmern, die wegen fehlender Kinderbetreuung nur halbtags arbeiten können, zu verringern. Auch die meisten Eltern wünschen sich eine längere Betreuung ihrer Schulkinder. Einer aktuellen Umfrage zufolge votieren mehr als 70 Prozent aller Eltern schulpflichtiger Kinder für mehr Ganztagsschulen, während für nur 30 Prozent aller Schulkinder auch ein Platz in einer Ganztagsschule zur Verfügung steht. Auf einen Rechtsanspruch will sich die Kanzlerin jedoch nicht festlegen lassen.
Derzeit stehe, wie Angela Merkel betont, der ab dem 1. August bestehende Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz im Vordergrund. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer sieht dagegen einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung von Schulkindern als logische Folge der Kita-Platz-Garantie. Ihrer Meinung nach wäre es keine Problem, ausreichend Plätze zu schaffen, um einen solchen Rechtsanspruch bis 2018 garantieren zu können.
Ganztagsbetreuung drängen, um Problem mit Arbeitnehmern, die wegen fehlender Kinderbetreuung nur halbtags arbeiten können, zu verringern. Auch die meisten Eltern wünschen sich eine längere Betreuung ihrer Schulkinder. Einer aktuellen Umfrage zufolge votieren mehr als 70 Prozent aller Eltern schulpflichtiger Kinder für mehr Ganztagsschulen, während für nur 30 Prozent aller Schulkinder auch ein Platz in einer Ganztagsschule zur Verfügung steht. Auf einen Rechtsanspruch will sich die Kanzlerin jedoch nicht festlegen lassen.
Derzeit stehe, wie Angela Merkel betont, der ab dem 1. August bestehende Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz im Vordergrund. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer sieht dagegen einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung von Schulkindern als logische Folge der Kita-Platz-Garantie. Ihrer Meinung nach wäre es keine Problem, ausreichend Plätze zu schaffen, um einen solchen Rechtsanspruch bis 2018 garantieren zu können.
Samstag, 6. Juli 2013
Deutsche Post übermittelt Adressdaten an USA
Der US-Geheimdienst hat
nicht nur umfangreiche Online-Daten von Privatpersonen gehackt und
gespeichert. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, wurden auch ganz
gezielt mehrere EU-Einrichtungen ausspioniert. Nachdem das
Spionage-Verhalten der Regierungen genauer unter die Lupe genommen
wird, gelangen immer mehr unverständliche und vor allem
rechtswidrige Maßnahmen an die Öffentlichkeit. Inzwischen wurde
bekannt, dass nicht nur online spioniert wird. So fotografiert die
Deutsche Post alle Briefadressen ab - zu internen Zwecken, für einen
korrekten Briefversand - wie ein Sprecher des Konzerns in einem
Interview versicherte.
So weit, so gut. Allerdings werden die so gespeicherten Daten auch den Sicherheitsbehörden übermittelt. "Im Rahmen längerfristig angelegter Pilotprojekte" sendet die Deutsche Post alle fotografierten Adressdaten von Unternehmenskunden in die USA - zur Erleichterung der Zollabfertigung.
Das mag ja der Grund für die Deutsche Post sein, allerdings ist nach all den bisher bekannt gewordenen internationalen Rechtsverstößen der USA unwahrscheinlich, dass die Daten auch ausschließlich für die Zollabfertigung genutzt werden. Wenn die USA derart das Recht anderer Staaten mit Füßen tritt, wird es Zeit, alle diesbezüglichen Interaktionen schnellstens zu unterbinden.
So weit, so gut. Allerdings werden die so gespeicherten Daten auch den Sicherheitsbehörden übermittelt. "Im Rahmen längerfristig angelegter Pilotprojekte" sendet die Deutsche Post alle fotografierten Adressdaten von Unternehmenskunden in die USA - zur Erleichterung der Zollabfertigung.
Das mag ja der Grund für die Deutsche Post sein, allerdings ist nach all den bisher bekannt gewordenen internationalen Rechtsverstößen der USA unwahrscheinlich, dass die Daten auch ausschließlich für die Zollabfertigung genutzt werden. Wenn die USA derart das Recht anderer Staaten mit Füßen tritt, wird es Zeit, alle diesbezüglichen Interaktionen schnellstens zu unterbinden.
Montag, 1. Juli 2013
Zahl jugendlicher Raucher sinkt
Aus einer jetzt in der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" veröffentlichten Studie, der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, geht hervor, dass
der Anteil jugendlicher Raucher stark zurückgegangen ist. Zwischen
2001 und 2012 sank die Zahl der minderjährigen Raucher (Zwölf- bis
17-Jährige), von 27,5 auf 12 Prozent. Fast 72 Prozent der befragten
Jugendlichen gaben darüber hinaus an, überhaupt noch nie geraucht
zu haben.
Auch das durchschnittliche Einstiegsalter von Rauchern stieg in diesem Zeitraum, von ehemals 13,6 Jahren, auf 14,4 Jahren. Nichtraucher sind damit "über die letzten Jahre zu einer gesellschaftlichen Norm geworden", freut sich die Direktorin der "Neuen Osnabrücker Zeitung", Elisabeth Pott. Das positive Ergebnis sieht sie als Folge der Aufklärung in den vergangenen Jahren an. Deren gute Wirkung sollte dazu animieren, weitere Tabakprävention zu betreiben, so die Direktorin.
Auch das durchschnittliche Einstiegsalter von Rauchern stieg in diesem Zeitraum, von ehemals 13,6 Jahren, auf 14,4 Jahren. Nichtraucher sind damit "über die letzten Jahre zu einer gesellschaftlichen Norm geworden", freut sich die Direktorin der "Neuen Osnabrücker Zeitung", Elisabeth Pott. Das positive Ergebnis sieht sie als Folge der Aufklärung in den vergangenen Jahren an. Deren gute Wirkung sollte dazu animieren, weitere Tabakprävention zu betreiben, so die Direktorin.
Samstag, 29. Juni 2013
Bildungschancen weiter schlecht
Die Bildungschancen
für Kinder aus Arbeiterfamilien haben sich in den vergangenen Jahren
kaum verbessert. Das ergab eine Untersuchung der
Bertelsmann-Stiftung. Demnach sind die Chancen für ein Studium und
eine später besser gezahlte Arbeit, für ein Kind umso höher, je
besser seine Eltern sozial gestellt sind. Zwar wird das Problem seit
mehreren Jahren regelmäßig von Politikern aller Parteien
thematisiert, geändert hat sich jedoch bisher nicht viel. "Insgesamt geht es mit der Chancengerechtigkeit eher im Schneckentempo voran", erklärt der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, Jörg Dräger, bei der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse. Die Unterschiede sind schon im Kindesalter sichtbar. So ist beispielsweise keine Verbesserung der Lesekompetenz erkennbar - hierbei liegen Kinder von sozial schlechter gestellten Eltern, im Durchschnitt ein Jahr zurück. Auch den Wechsel in eine höhere Schulart schaffen diese Kinder seltener. Lediglich bei der Gesamtzahl der Schulabbrecher konnten einige Erfolge erzielt werden.
Deren Anteil verringerte sich um mehr als 10 Prozent, von 6,9 auf 6,2 Prozent. Nicht zufriedenstellend ist dagegen die Geschwindigkeit des geplanten Ausbaus von Ganztagsschulen. Der Anteil von Schülern, die eine Ganztagsschule besuchen können, stieg in den letzten drei Jahren nur von 26,9 auf 28,1, also um 1,2 Prozent. "Dabei bietet gerade die gebundene Ganztagsschule gute Möglichkeiten, den Einfluss der sozialen Herkunft zu verringern", mahnt Dräger.
thematisiert, geändert hat sich jedoch bisher nicht viel. "Insgesamt geht es mit der Chancengerechtigkeit eher im Schneckentempo voran", erklärt der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, Jörg Dräger, bei der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse. Die Unterschiede sind schon im Kindesalter sichtbar. So ist beispielsweise keine Verbesserung der Lesekompetenz erkennbar - hierbei liegen Kinder von sozial schlechter gestellten Eltern, im Durchschnitt ein Jahr zurück. Auch den Wechsel in eine höhere Schulart schaffen diese Kinder seltener. Lediglich bei der Gesamtzahl der Schulabbrecher konnten einige Erfolge erzielt werden.
Deren Anteil verringerte sich um mehr als 10 Prozent, von 6,9 auf 6,2 Prozent. Nicht zufriedenstellend ist dagegen die Geschwindigkeit des geplanten Ausbaus von Ganztagsschulen. Der Anteil von Schülern, die eine Ganztagsschule besuchen können, stieg in den letzten drei Jahren nur von 26,9 auf 28,1, also um 1,2 Prozent. "Dabei bietet gerade die gebundene Ganztagsschule gute Möglichkeiten, den Einfluss der sozialen Herkunft zu verringern", mahnt Dräger.
Sonntag, 23. Juni 2013
Höheres Bevölkerungswachstum als erwartet
Während die Zahl der Deutschen geringer ist als erwartet, wächst die gesamte
Weltbevölkerung schneller, als ursprünglich prognostiziert. Anhand
der letzten Zählungen prognostizieren die Vereinten Nationen, dass
die Weltbevölkerung von aktuell knapp 7,2 Milliarden Menschen,
innerhalb der nächsten 37 Jahre, auf 9,6
Millionen Menschen wachsen wird. Damit erhöhte sich die erst 2011 prognostizierte Zahl um 250 Millionen. Wie die "Stiftung Weltbevölkerung" erklärte, liegt die Differenz an der weniger gesunkenen Fruchtbarkeitsrate. Entwickelt sich die Weltbevölkerung erwartungsgemäß, wird es 2100 bereits fast 11 Milliarden Menschen geben. Allerdings konzentriert sich das Wachstum auf die Entwicklungs- und Schwellenländer.
So soll sich allein in Afrika die Zahl der Menschen in dieser Zeit vervierfachen, von heute 1,1 auf 4,2 Milliarden. Für Europa rechnet die Stiftung auch weiterhin mit einem Rückgang des Wachstums. Die Ursache des überproportional starken Bevölkerungswachstums der ärmeren Länder sehen die Experten im fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln und Aufklärung.
Millionen Menschen wachsen wird. Damit erhöhte sich die erst 2011 prognostizierte Zahl um 250 Millionen. Wie die "Stiftung Weltbevölkerung" erklärte, liegt die Differenz an der weniger gesunkenen Fruchtbarkeitsrate. Entwickelt sich die Weltbevölkerung erwartungsgemäß, wird es 2100 bereits fast 11 Milliarden Menschen geben. Allerdings konzentriert sich das Wachstum auf die Entwicklungs- und Schwellenländer.
So soll sich allein in Afrika die Zahl der Menschen in dieser Zeit vervierfachen, von heute 1,1 auf 4,2 Milliarden. Für Europa rechnet die Stiftung auch weiterhin mit einem Rückgang des Wachstums. Die Ursache des überproportional starken Bevölkerungswachstums der ärmeren Länder sehen die Experten im fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln und Aufklärung.
Mittwoch, 12. Juni 2013
Volkszählung - Weniger Deutsche als gedacht
Das die Zahl der
Kinder in Deutschland rückläufig ist, ist bekannt. Wie bei der
ersten Volkszählung nach über 20 Jahren festgestellt wurde, ist die
Zahl der Einwohner ist noch geringer, als bisher angenommen. 80,2
Millionen Deutsche, 1,5 Millionen weniger, als bisher angenommen,
ergab die Volkszählung. Die größten Differenzen zwischen
geschätzter und tatsächlicher Einwohnerzahl gab es, nach Angaben
des Statistischen Bundesamtes,
in Berlin, Hamburg, Sachsen und Baden-Württemberg. Vor allem in Städten mit vielen Studenten oder Migranten waren die Zahlen zu hoch angesetzt. Das liegt daran, dass viele von ihnen sich bei ihrer Abreise nicht abmelden. Dadurch müssen viele Subventionen und Zuschüsse neu berechnet und ein kommunaler Finanzausgleich organisiert werden.
"Für Städte mit Einwohnerverlusten kann es schmerzhaft sein, wenn sich dadurch in Zukunft Zuweisungen verringern", erklärte Stephan Articus, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Auch im Bereich Immobilien gab es Überraschungen. Der Wohnungsbestand ist derzeit mit 41,3 Millionen Wohnungen um 500.000 größer, als bisher geglaubt wurde.
in Berlin, Hamburg, Sachsen und Baden-Württemberg. Vor allem in Städten mit vielen Studenten oder Migranten waren die Zahlen zu hoch angesetzt. Das liegt daran, dass viele von ihnen sich bei ihrer Abreise nicht abmelden. Dadurch müssen viele Subventionen und Zuschüsse neu berechnet und ein kommunaler Finanzausgleich organisiert werden.
"Für Städte mit Einwohnerverlusten kann es schmerzhaft sein, wenn sich dadurch in Zukunft Zuweisungen verringern", erklärte Stephan Articus, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Auch im Bereich Immobilien gab es Überraschungen. Der Wohnungsbestand ist derzeit mit 41,3 Millionen Wohnungen um 500.000 größer, als bisher geglaubt wurde.
Montag, 3. Juni 2013
Familien rückläufig
Nur noch neunundvierzig
Prozent aller Deutschen leben in traditionellen Familien. Vor kaum 15
Jahren lag der Anteil noch bei 57 Prozent. Das ergab die Auswirkung
des Mikrozensus durch das Statistische Bundesamt Wiesbaden. Die
meisten Familien leben mit 53 Prozent noch in Baden-Württemberg und
Bayern. Am geringsten ist der Anteil in Bremen und Sachsen mit 41 und
Berlin mit nur 40 Prozent. Als Familien gelten alle
Lebensgemeinschaften, oder Alleinerziehende, die in einem Haushalt
mit Kindern zusammen wohnen.
Donnerstag, 23. Mai 2013
Mitarbeiterbespitzelung bei Penny
Nach Lidl muss sich
jetzt auch der Discounter Penny für eine ungesetzliche Überwachung
seiner Mitarbeiter verantworten. Wie bekannt wurde, hatte eine
Mitarbeiterin mehrere verdeckte Überwachungen von Angestellten
veranlasst. Ein Sprecher des Discounters bestritt, dass es sich dabei
um eine Deutschlandweit stattfindende Firmenpolitik handelt. Statt
dessen soll es sich bei den bekannt gewordenen Vorfällen um einen
Einzelfall handeln, der nicht durch die Geschäftsleitung legitimiert
war. Allerdings ist Penny eine Tochterfirma von Rewe und auch aus
Rewe-Filialen sind solche rechtswidrigen Überwachungsaktionen
nachgewiesen worden. Der Rewe-Konzern ist nicht der einzige, der
seine Mitarbeiter bespitzelt. 2008 war Lidl aus dem selben Grund in
die Kritik geraten und mittlerweile sind solche Fälle auch von der
Deutschen Bahn und der Telekom bekannt.
Sonntag, 19. Mai 2013
Samstag, 4. Mai 2013
Mars-One Flug ohne Wiederkehr
Eine ungewöhnliche
Reality-TV-Show wirbt jetzt für Kandidaten. Diese sollen nicht
einfach nur ein paar Stunden im Fernsehen auftreten, sondern sich
dazu bereit erklären, auf Nimmerwiedersehen zum Mars zu fliegen.
"Mars One" heißt die Firma, des Show-Erfinders Bas
Landsdorp, der plant, schon in zehn Jahren die ersten vier Bewerber
auf dem Mars auszusetzen. Die Probanden sollen dort eine erste
menschliche Kolonie aufbauen.
Wer sich dafür bewerben möchte, muss volljährig und gesund sein, sowie über ausgeprägte soziale Kompetenzen verfügen; schließlich muss er oder sie es auf unbestimmte Zeit auf einem trockenen, -55° Celsius kalten, unbewohnten Planeten aushalten und das unter Umständen für den Rest seines/ihres Lebens. Denn, die Teilnehmer bekommen nur eine Ticket für die "Hinfahrt", Pläne sie irgendwann wieder zurück auf die Erde zu holen, gibt es nicht. Zum Glück für unüberlegte Spontanentscheider, stecken diese Pläne allerdings noch in den Kinderschuhen.
Wer sich dafür bewerben möchte, muss volljährig und gesund sein, sowie über ausgeprägte soziale Kompetenzen verfügen; schließlich muss er oder sie es auf unbestimmte Zeit auf einem trockenen, -55° Celsius kalten, unbewohnten Planeten aushalten und das unter Umständen für den Rest seines/ihres Lebens. Denn, die Teilnehmer bekommen nur eine Ticket für die "Hinfahrt", Pläne sie irgendwann wieder zurück auf die Erde zu holen, gibt es nicht. Zum Glück für unüberlegte Spontanentscheider, stecken diese Pläne allerdings noch in den Kinderschuhen.
Sonntag, 21. April 2013
Heimarbeit allmählich Normalität
Immer mehr Berufstätige
arbeiten zeitweise auch von zu Hause aus. Fast ein Drittel von ihnen
machen mindestens einmal wöchentlich Heimarbeit. Dies ergab eine
repräsentative Umfrage der Bitkom. Auch von unterwegs aus wird immer
öfter gearbeitet. 55 Prozent aller Beschäftigen erledigen auf
elektronischem Weg auch während der Fahrt im Auto, oder in der Bar,
aber auch von Cafe's oder einem Restaurant aus, verschiedene Bürotätigkeiten. Rund 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie dies als Vorteil empfinden, da sich so beispielsweise Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren ließen. Andererseits denken ähnlich viele Teilnehmer der Umfrage, dass Heimarbeit eher in die Isolation führe und sich dadurch Beruf und Freizeit zu stark vermischten, als dass die Freizeit noch wirkliche Erholung von der Arbeit bieten könnte. Gerade die immer mehr geforderte ständige Erreichbarkeit verhindert, dass Arbeitnehmer nach Feierabend richtig abschalten können.
Drei Viertel aller Beschäftigten müssen aktuell temporär, 30 Prozent sogar ständig für "Notfälle" erreichbar sein. Problematisch ist auch, dass diese Extraarbeit und deren Bezahlung nur selten klar geregelt ist. Lediglich in sechs Prozent der untersuchten Betriebe gab es dafür klare vertragliche Regelungen. Dies ist, so warnen Gesundheitsexperten, einer der Gründe für die wachsende Zahl an Burnout und anderen stressbedingten Erkrankungen.
aber auch von Cafe's oder einem Restaurant aus, verschiedene Bürotätigkeiten. Rund 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie dies als Vorteil empfinden, da sich so beispielsweise Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren ließen. Andererseits denken ähnlich viele Teilnehmer der Umfrage, dass Heimarbeit eher in die Isolation führe und sich dadurch Beruf und Freizeit zu stark vermischten, als dass die Freizeit noch wirkliche Erholung von der Arbeit bieten könnte. Gerade die immer mehr geforderte ständige Erreichbarkeit verhindert, dass Arbeitnehmer nach Feierabend richtig abschalten können.
Drei Viertel aller Beschäftigten müssen aktuell temporär, 30 Prozent sogar ständig für "Notfälle" erreichbar sein. Problematisch ist auch, dass diese Extraarbeit und deren Bezahlung nur selten klar geregelt ist. Lediglich in sechs Prozent der untersuchten Betriebe gab es dafür klare vertragliche Regelungen. Dies ist, so warnen Gesundheitsexperten, einer der Gründe für die wachsende Zahl an Burnout und anderen stressbedingten Erkrankungen.
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