Immer mehr Arbeitslose sind seit dem ersten Tag ohne Arbeit auf
Hartz IV angewiesen, da sie in ihrem Job zu wenig verdient haben, so
das der ihnen zustehende Prozentsatz an Arbeitslosengeld niedriger
wäre, als die Mindestabsicherung über Hartz IV. Nach Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit mussten 2012 in Deutschland 83.118
Arbeitslose zusätzlich Hartz IV beantragen. Das betrifft also
inzwischen bereits 10 Prozent aller Hartz IV-Empfänger. Im
Vorjahreszeitraum waren es erst 73.178 Arbeitslose, die ihr
Arbeitslosengeld aufstocken mussten. Das ist eine direkte Folge der
Niedriglöhne, die noch immer nicht durch Mindestlöhne stabilisiert
werden konnten. Das perverse an der Situation ist, dass gerade die
Bundesagentur für Arbeit massiv versucht, Hartz IV-Emfänger an
Zeitarbeitsfirmen zu vermitteln, die von vornherein so wenig Lohn
bezahlen, dass die meisten Zeitarbeiter schon trotz Arbeit, auf
ergänzende Hartz IV-Leistungen angewiesen sind, um überleben zu
können.
Mittwoch, 13. März 2013
Montag, 18. Februar 2013
Betreuungsgeld von Bundespräsident bestätigt
Bundespräsident Joachim Gauck hat jetzt das Gesetz für das umstrittene Betreuungsgeld unterschrieben, das damit in Kraft treten kann. "Im Ergebnis waren die verfassungsrechtlichen Bedenken nicht so durchgreifend, dass sie einer Ausfertigung im Wege gestanden hätten", erklärte seine Sprecherin. Das Gesetz sieht vor, dass für Kinder, die nicht in einer Kita untergebracht werden, eine monatliche Zahlung von 100
Euro, später 150 Euro gezahlt wird. Das Geld soll den Eltern ermöglichen, zusätzliche Fördermaßnahmen für ihre Kinder zu finanzieren. SPD und Grüne haben gegen das Gesetz gestimmt, dass sie für politisch falsch halten. Mit dieser Subvention würden Eltern dafür „bezahlt“, ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte zu lassen, was nach Meinung von Pädagogen, ein Fehler ist.
Euro, später 150 Euro gezahlt wird. Das Geld soll den Eltern ermöglichen, zusätzliche Fördermaßnahmen für ihre Kinder zu finanzieren. SPD und Grüne haben gegen das Gesetz gestimmt, dass sie für politisch falsch halten. Mit dieser Subvention würden Eltern dafür „bezahlt“, ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte zu lassen, was nach Meinung von Pädagogen, ein Fehler ist.
Freitag, 8. Februar 2013
Keine anonyme Samenspende mehr möglich
Ein Urteil, dass in
Zukunft häufiger relevant sein wird, wurde jetzt vom
Oberlandesgericht Hamm gefällt. Demnach hat ein Kind, dass mithilfe
einer anonymen Samenspende gezeugt wurde, dass Recht zu erfahren, wer
sein biologischer Vater ist. Im vorliegenden Fall hatte das Gericht
das Argument der Verweigerung, dass den Samenspendern Anonymität
zugesichert worden war, mit dem Hinweis auf das Auskunftsinteresse
der Kläger zurück gewiesen. Den Anspruch auf Kenntnis über die
eigene Abstammung war bereits 1989 vom Bundesverfassungsgericht
festgelegt worden. Da das Urteil des OLG Hamm konform mit den
Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts ist, wird ein Einspruch gegen
das Urteil nicht zugelassen. Interessant wird jetzt, wie mit daraus
entstehenden eventuellen Ansprüchen umgegangen wird.
Mittwoch, 6. Februar 2013
Persönliche Haftung für Banker beschlossen
Das Bundeskabinett hat sich endlich dazu durchringen
können, eine stärkere Regulierung der Banken zu beschließen. Ein
diesbezügliches Gesetzespaket wurde jetzt verabschiedet. Darin wird
beispielsweise festgelegt, dass spekulative Geschäfte zukünftig auf
eigene Rechnung der Banken, getrennt von den Spareinlagen privater
Kunden, durchgeführt werden müssen.
Außerdem müssen Banken und Kreditinstitute Notfallpläne vorlegen, falls die anvisierten Gewinne nicht erzielt werden können. Die gravierendste Änderung ist jedoch die persönliche Haftung für Bankberater und Manager. Mit Haftstrafen von einem bis fünf Jahren können Bank- und Versicherungsmitarbeiter zukünftig zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht in ausreichendem Maße nachkommen.
Außerdem müssen Banken und Kreditinstitute Notfallpläne vorlegen, falls die anvisierten Gewinne nicht erzielt werden können. Die gravierendste Änderung ist jedoch die persönliche Haftung für Bankberater und Manager. Mit Haftstrafen von einem bis fünf Jahren können Bank- und Versicherungsmitarbeiter zukünftig zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht in ausreichendem Maße nachkommen.
Samstag, 19. Januar 2013
Gütesiegel für Tierschutz
Zukünftig können Verbraucher beim Einkaufen besser
unterscheiden, ob das angebotene Fleisch ökologisch unter Einhaltung
des Tierschutzes entstanden ist. Wie das Bundesverbraucherministerium
mitteilte, gibt es ein neues Siegel, das nur Fleisch- und
Wurstprodukte bekommen, deren Haltungsbedingungen hohen
Tierschutzstandards genügen.
Das neue Label soll dafür garantieren, indem es verlässliche Kriterien berücksichtigt. Der Deutsche Tierschutzbund hatte die Einführung dieses neuen Gütesiegels angeregt. Er erklärt, dass dadurch „Millionen von Tieren geholfen“ werden könne. Für das Siegel soll es zwei Qualitätsstufen geben.
Das neue Label soll dafür garantieren, indem es verlässliche Kriterien berücksichtigt. Der Deutsche Tierschutzbund hatte die Einführung dieses neuen Gütesiegels angeregt. Er erklärt, dass dadurch „Millionen von Tieren geholfen“ werden könne. Für das Siegel soll es zwei Qualitätsstufen geben.
Mittwoch, 16. Januar 2013
Bundesverfassungsgericht entscheidet für Krankenkassen
Auch in Zukunft müssen gesetzliche Krankenkassen
nicht die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente
übernehmen. Das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe hält dies für
angemessen und wies eine diesbezügliche Klage ab. Außerdem
verwiesen die Richter auf das "vom Gesetzgeber verfolgten Ziel,
die Kosten im Gesundheitswesen zu dämmen“. Geklagt hatte ein
gesetzlich Versicherter, dem von seinem Arzt, über einen längeren
Zeitraum, nicht verschreibungspflichtige Medikamente gegen eine
anhaltende Atemwegserkrankung empfohlen worden war, die ihn knapp 30
Euro monatlich kosteten. Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme
ab, was mit dem vorliegenden Urteil durch das
Bundesverfassungsgericht als „Zumutbare Eigenleistung“ bestätigt
wurde.
Donnerstag, 10. Januar 2013
55.000 neue Stellen im Gesundheitswesen für 2013 erwartet
Der jetzt veröffentlichte Report
„Gesundheitswirtschaft“ der Deutschen Industrie- und
Handelskammer (DIHK) legt dar, dass im kommenden Jahr allein im
medizinischen Bereich circa 55.000 neue Arbeitsplätze entstehen
werden. Umfragen der DIHK hatten ergeben, dass 25 Prozent der
Unternehmen der Gesundheitsbranche planen, neue Stellen zu schaffen.
Rund 12 Prozent dagegen wollen 2013 ihr Unternehmen verkleinern.
Momentan sind rund 5,5 Millionen Arbeitnehmer im Gesundheitswesen
beschäftigt. Neue Arbeitsplätze werden vorrangig in der
Pflegebranche benötigt. Aufgrund der im vergangenen Jahr von der
Regierung beschlossenen teilweisen Subventionierung der Alten- undKrankenpflege, stehen dafür ab sofort auch mehr Fördergelder zur
Verfügung. „Hier schlagen strukturelle Trends wie der
demografische Wandel und die zunehmende Nachfrage nach
Gesundheitsleistungen zu Buche“, heißt es in dem Report. Befragt
wurden für diese Auswertung 800 Firmen der Gesundheitswirtschaft,
wie beispielsweise Hersteller von medizinischen Geräten und
Pharmazeutika, Apotheken, Pflegeheime und andere medizinisch-soziale
Dienstleistungsunternehmen.
Mittwoch, 9. Januar 2013
Arbeitsagenturen "sparen" Fördergelder für Langzeitarbeitslos
Im vergangenen Jahr wurden Milliarden Euro, die für
die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen zur Verfügung
standen, nicht genutzt. Von den dafür veranschlagten 15,4 Milliarden
Euro, wurden 15 Prozent von den Arbeitsagenturen nicht abgerufen.
"Langzeitarbeitslose dürfen nicht zur Sparbüchse der Republik
werden", beschwerte sich die Sozialexpertin der Linke-Fraktion,
Sabine Zimmermann, in einem Interview gegenüber der "Saarbrücker
Zeitung". Die Linke hatte im Bundestag eine diesbezügliche
Anfrage gestellt. Auch die SPD-Generalsekretärin, Andrea Nahles,
kritisierte die fehlende Förderung der Arbeitslosen und forderte,
dass Geld 2013 zusätzlich als Unterstützung zur Wiedereingliederung
zur Verfügung zu stellen. Einsparungen von staatlich festgelegten
Zuschüssen sind, so Nahles "unterlassene Hilfeleistung und
eine Rechnung zu Lasten der Zukunft".
Freitag, 21. Dezember 2012
Gesellschaftlicher Aufstieg wird schwerer
In Deutschland wird es immer schwerer, der
Gesellschaftsschicht in die man hinein geboren wurde, zu entkommen.
Während der Mittelstand schrumpft, stieg die Zahl der
Geringverdiener seit 1997 um fast vier Millionen. Die Anzahl der zum
„Mittelstand“ zählenden Durchschnittsverdiener, die bis dahin
noch rund 65 Prozent der Bevölkerung ausmachten, sank im gleichen
Zeitraum auf 58 Prozent. Gleichzeitig vergrößert sich das Vermögen
der Oberschicht. Als Ursache gibt die Bertelsmann Stiftung, auf deren
Analyse die Zahlen beruhen, die Steuerpolitik der vergangenen
Jahrzehnte an. Diese begünstigte die wohlhabende
Bevölkerungsschicht, während beispielsweise die Förderung von Zeitarbeitsfirmen die Armut der Geringverdiener vergrößert.
Umfragen bestätigen die Entwicklung, die in Folge auch die Sorgen
der Menschen um ihre finanzielle Zukunft erhöht. Rund 25 Prozent der
Normalverdiener befürchten heute, in finanzielle Not zu geraten.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Mehr Vorfreude in neuen Bundesländern
Die Vorfreude auf Weihnachten ist im Osten Deutschlands größer, als im Westen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Demnach freuen sich rund 91 Prozent aller Ostdeutschen schon seit November auf die Feiertage, während in den alten Bundesländern nur 79 Prozent Vorfreude empfinden. Insgesamt 17 Prozent der Deutschen, vorrangig Frauen, freuen sich nicht auf Weihnachten.
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